Wir gratulieren der grauen Frau

Der Kurzfilm „Die Graue Frau“ von Tania Rodrigues-Peters gewann beim Fusion Film Festival 2019 in London den Preis als „Ves experemental Shortfilm“. Wir durften den Film bei der letzten Langen Nacht des kurzen Films in der Kulturwerkstatt Kammgarn bereits präsentieren. Noch einmal heben wir die Gläser und gratulieren dem Team recht herzlich.

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Achnus Film (Philipp, Stefanie und Wolfi) mit Tania Rodrigues-Peter und Hanni Bergesch

„Die Graue Frau“ handelt von einer einsamen Frau (Hanni Bergesch), die ohne Freude und Farbe durchs Leben geht, bis sie eines Tages eine Tür öffnet. Gedreht wurde der Film in Vorarlberg.

Filmnacht der anderen Art

Zum fünften Mal lud ACHNUS Film am Freitag, dem 5. April zum schrägen Filme Schauen ins eigene Klublokal nach Wolfurt.

IMG-20190405-WA0001Zu sehen gab es bei der 5. ACHNUS Film TrashNight deutschsprachige Filme, die sich bewusst durch banale, triviale oder primitiv wirkende Inhalte und/oder billige Machart von den gängigen Hollywood-Klischees abgrenzen. So wie der ACHNUS Film Klassiker „Halul al Halula – Herzen im Aufruhr“, die erste Vorarlberger Bollywood-Produktion aus dem Jahr 2010. In dieser wird die verbotene Liebe von Leela und Sharouk erzählt. Auch dieses Jahr waren wieder die beiden Aliens von Thomas Zeug dabei und begeisterten in der Fortsetzung „Found Footage Fiasco“ beim Kampf gegen eine künstliche Intelligenz. Neben Spielfilmen lief mit „Heavy Metal Cyborg“ ein Fake-Trailer zu einem nie gedrehten Actionfilm von Counterpart Entertainment aus Dresden, eine Mischung aus Terminator und Robocop. Auch dieses Jahr war der bayrische „King of Trash“ Udo Bermudo mit „You were right“ und „Genmanipuliertes Essen und Atomreaktorexplosion“ dabei und brachte das Kinopublikum zum gemeinsamen singen. Ganz etwas anderes zeigte Volker Krieger mit „Der Hornfrosch“. So etwas wie eine Dokumentation, die mit angenehmer Erzählstimme aus dem Off immer weiter vom eigentlichen Thema abschweift.

Dreharbeiten GraveyardBesonders trashig sind die Produktionen von Waste Pictures, die mit kleinem Team, viel Herz und witzigen Spezialeffekten gedreht werden. In „A Graveyard is no Playground“ bekommen es Jugendliche auf einem Friedhof mit der schrecklichen Rache einer Hexe zu tun. Wesentlich professioneller ist die Produktion von „Tim und Tom“, in der Lutz Gottschalk zwei Brüder den geplanten Bankraub noch einmal durchsprechen. Horror und Drama vermischen sich im Film „Wertlos“ von Julian Lippke, zu einem dunklen Beziehungsdrama mit offen Ende. Durch den Abend führte Philipp Horatschek, der auch in „Trash Film Master Class“ einem gemeinsamen Film von Andreas Reisenbauer zu sehen war. Ebenfalls von Reisenbauer aus Wien waren die Werke „Dream“ und „Silvesterkreuzfahrt“ zu sehen. Letzterer nervte durch eine überzeugende Conny Boes als sehr gesprächige Mitreisende. Der Abend klang an Güs Bar bei einem musikalischen Clipcocktail gemixt von VJ Dr. Jones aus.